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Xterra Trailrun 2026

- von den Felsen Oybins (Sachsen) zur Hitzeschlacht von Gozo (Malta)

Alles begann im Oktober 2025 in Oybin (Sachsen). Beim Xterra Trailrun im Zittauer Gebirge holte ich mir die Qualifikation für die Xterra Weltmeisterschaft Trailrun, welches auf Gozo (gehört zu Malta) und damit das Ticket für ein Abenteuer, das mich ein halbes Jahr später weit in den Süden führen sollte.

 

Die Xterra Trail Run World Series konzentriert sich speziell auf Trailrunning. Dabei laufen die Teilnehmer nicht auf normalen Straßen, sondern auf Naturwegen wie Waldpfaden, Berg- und Küstenwegen, Schotter- und Felsstrecken und anspruchsvollen Wegen mit Höhenmetern.

 

Die 2026 Xterra Trail Run World Championship (Weltmeisterschaft) fand auf Gozo statt – Maltas Insel des Abenteuers, wo Küstenpfade und Wege entlang der Klippen einen einzigartigen Rundkurs voller Entdeckungen bilden. Als abschließendes Event der XTERRA Trail Run World Series werden dort Weltmeistertitel in jeder Altersklasse sowohl im Trail-Halbmarathon als auch im Trail-Marathon vergeben. Gleichzeitig bringt das Veranstaltungswochenende Athleten, Familien und Fans durch offene Rennen, Kultur und Gemeinschaft im Herzen des Mittelmeers zusammen.

 

 Am 7. Mai 2026 war es endlich so weit: Die Reise nach Malta ging los. Den Freitag nutzten wir direkt, um mit der Fähre zur Nachbarinsel Gozo überzusetzen und die Startunterlagen abzuholen. Die salzige Meeresluft und die karge, felsige Landschaft der Insel gaben schon einen Vorgeschmack auf das, was kommen sollte. Dann kam der Renntag: Hitze, Seile und schmale Grate. Samstagmorgen ging es früh mit dem Bus zur Fähre, und um Punkt 10:45 Uhr fiel der Startschuss. Die ersten drei Kilometer waren noch zum „Warmwerden“, flach und entspannt. Doch wer dachte, das bleibt so, wurde schnell eines Besseren belehrt. Sobald wir die befestigten Wege verließen, fing der echte Trail an: ein ständiges Auf und Ab, das volle Konzentration forderte. Die Halbmarathonstrecke war extrem abwechslungsreich, aber technisch hochanspruchsvoll. Auch musste ich bis zu 600 Höhenmeter überwinden. An einer Stelle mussten wir uns an einem installierten Seil den Felsen hinunterhangeln. Die Wege waren teilweise so schmal, dass man keine Sekunde unaufmerksam sein durfte, ein falscher Tritt, und es wäre tief bergab gegangen. Es ging über schroffe Felsen, über heißen Sand am Strand entlang und unter riesigen Kakteen hindurch.

 

Die größte Herausforderung war jedoch die Sonne. Sie prallte gnadenlos auf uns herab, und auf den kahlen Felsen gab es kaum Schatten. Jeder Anstieg brannte in den Beinen, der Staub lag trocken im Hals. Ich musste tief graben, um das Tempo in dieser Hitze zu halten.

Völlig am Ende meiner Kräfte, staubig und verschwitzt, kam nach den letzten harten Kilometern endlich das Ziel in Sicht. Die Erschöpfung war im Moment des Überquerens der Ziellinie wie weggeblasen, als ich mein Ergebnis erfuhr: 3. Platz in meiner Altersklasse!

 

Dass ich nach der Qualifikation in Oybin nun hier auf Gozo auf dem Treppchen stehen durfte, macht mich unglaublich stolz. Es war ein hartes Stück Arbeit, aber jede Schweißperle wert.

 

Bericht: Ella Marie Kurzmann